URAUFFÜHRUNG
„Vati und Mutti – Eine Familiengeschichte“
von Marie-Elisabeth Lüdde
Ein Projekt des nomad theatre ensemble
Mit:
Stefanie Friedrich
Gundi-Anna Schick
Klaus Gramüller
Jonathan Peller
Regie: Daniel Klumpp
Ausstattung: Katharina Müller
Lichtgestaltung: Alexander Joseph
Wiederaufnahme 2026
Fr 13.11.2026 | Sa 14.11.2026 | So 15.11.2026
jeweils 19.30 Uhr
Publikumsgespräch im Anschluss am Fr/Sa

Vati und Mutti schlagen ihre Kinder. „Mutti schlägt mit dem Kochlöffel. Vati haut mit dem Teppichklopfer.“ Vati und Mutti vertrauen auf „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“.
Dieser Ratgeber der NS-Erziehungsikone Johanna Haarer, 1934 erstmals erschienen, blieb fatalerweise bis in die 80er Jahre ein Bestseller und prägte die Kindheit Millionen deutscher Kinder.
Marie-Elisabeth Lüdde erzählt, wie sich das in der Praxis abspielte. Sie stützt sich dabei auf zwei Erziehungstagebücher, die sie im Nachlass ihrer Eltern fand. Vati und Mutti haben ihre Prügelorgien schriftlich dokumentiert.
In zahlreichen Zitaten lässt die Autorin diese skandalösen Tagebücher in ihre eigene Erzählung einfließen. Um den Wurzeln der Gewalt auf die Spur zu kommen, skizziert sie auch die Vorgeschichte ihrer Eltern. Es entfaltet sich ein Panorama Deutschlands im 20. Jahrhundert. Eine eindringliche Stimme der Erinnerungskultur.






Fotos: Regina Brocke
Presseecho
Starkes Stück!
Überaus sehenswert: Das nomad theatre ensemble macht mit „Vati und Mutti“ spürbar, wie Krieg und Nationalsozialismus Familien zerstört. […] Ein Stück, das weit mehr ist als eine Abrechnung mit der „schwarzen Pädagogik“ […] Daniel Klumpps Inszenierung erzählt nicht chronologisch, wechselt die Perspektiven, bricht die Geschichte der Kinder mit der Geschichte der Eltern auf, geht tiefer und tiefer. […] Hier werden Figuren gestaltet, die individuelle Tiefe besitzen und zugleich für kollektive Erfahrungen stehen. Antworten, Schuldzuweisungen, hält dieses überaus sehenswerte Stück nicht bereit. Nur Fragen.
Thomas Morawitzky, Stuttgarter Zeitung
Termine Aufführungen 2025
Premiere: Mi 29.01.2025 – 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen:
Do 30.01.2025 | Fr 31.01.2025 | Sa 01.02.2025 | So 02.02.2025 – jeweils 19.30 Uhr
(Publikumsgespräch im Anschluss am Do/Fr/Sa)
Wiederaufnahme 2026
Fr 13.11.2026 | Sa 14.11.2026 | So 15.11.2026
jeweils 19.30 Uhr
Publikumsgespräch im Anschluss am Fr/Sa
Ort Aufführungen
Theaterhaus Stuttgart
Siemensstraße 11 | 70469 Stuttgart
www.theaterhaus.com
Karten
Kartenpreise: 22 € (regulär) | 16 € (ermäßigt) | 10 € (Jugendliche bis 18 Jahre, Schulklassen, Kollegen)
Kartentelefon: 0711-402070
Karten Online
Förderer
Dieses Projekt wurde gefördert durch:
- Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg
- Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart
- Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart gUG aus Mitteln der Landeshauptstadt Stuttgart
- Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR
- Berthold Leibinger Stiftung
- Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg
- Dr. Sieglinde Göhring-Machleidt
- Martin und Mechthild Klumpp
- In Kooperation mit: Vereinigung freier darstellender Künstlerinnen und Künstler für Stuttgart und die Region e.V.